TSV Detag Wernberg – Leichtathletik

Tolle Bestzeiten in Frankfurt und Dresden

Am letzten Wochenende im Oktober steht traditionell der Marathon in Frankfurt im Laufkalender. Nach ihrem Halbmarathon in Lindau entschied sich Bianca Biesler für den Start. Bereits in Lindau hatte sie mit einer guten Leistung bewiesen, dass ihre Verletzung aus dem Frühjahr überwunden ist. Da aber die langen Läufe fehlten, stand der Gedanke an eine neue Bestzeit gar nicht so im Vordergrund, auch wenn eine Zeit nah oder unter 3:30 das angepeilte Ziel war. Um 10 Uhr ging es für fast 14000 Läufer los und Bianca durfte aus ersten Welle starten. Die Beine fühlten sich gut an und so fand sie schnell eine gute Pace. Dank Zwischenzeit-Liste hatte sie die Durchgangszeiten immer im Blick und zum Halbmarathon war sie bereits 4 Minuten im Plus. Als es bei 30 anfing zu regnen, waren es noch immer 4 Minuten, doch langsam wurden die Beine müde. Der Vorsprung schmolz ein klein wenig dahin, doch konnte sie sich noch gut bis zur Festhalle retten, wo am roten Teppich alle Schmerzen vergessen waren. Die 3:28:56 bedeuteten Platz 285 unter den 2300 Frauen, Rang 74 in der Altersklasse und eine neue Bestzeit, 7 Minuten schneller als die alte.

Zeitgleich standen Karina Maier und Stefan Delling in Dresden am Start. Karina startete beim Halbmarathon, Stefan auf der kompletten Distanz. Beide hatten sich viel vorgenommen und das Training in den letzten Wochen auf diesen letzten Saisonhöhepunkt ausgerichtet. Mit vielen Trainingskilometern in den Beinen sollten jeweils die persönlichen Bestzeiten deutlich verbessert werden. Zeiten von Sub-3 für Stefan, bzw. unter 1:30 für Karina waren die Vorgabe. Zeitgleich gingen beide auf die Strecke und hatten sich anfangs in Sichtweite. Die Vorzeichen standen allerdings nicht optimal, denn starker Wind behinderte vom ersten Meter. Stefan lief ein sehr kontrolliertes Rennen um ja nicht zu überziehen. Nachdem er sich bei Halbmarathon und einer 1:29:43 sehr gut fühlte, zog er auf der zweiten Hälfte leicht an. Bis Kilometer 40 hielt er sich trotzdem zurück und erst auf den beiden Schlußkilometern gab er nochmal Gas. Am Ende erreichte er mit 2:58:13 das Ziel und schaffte es damit auf Platz 37 der rund 900 Männer, bzw. Platz 11 in der AK M40. Seine persönliche Bestzeit verbesserte er damit um 10 Minuten.

Obwohl sich Karina vom ersten Meter an gut fühlte, lief sie die ersten Kilometer ebenfalls eher verhalten an. Gegen Ende der ersten Hälfte beschleunigte sie dann leicht und überholte bald die dritte Frau. Von nun an durfte sie in Fahrradbegleitung laufen, was sie zusätzlich motivierte. Nun gut mit Renninfos versorgt, ging sie langsam von der Bremse und wurde schneller und schneller. So gut es ging, versteckte sie sich beim Überholen hinter den eingesammelten Männern. Nach einem Abschlusskilometer in 3:50 erreichte sie die Ziellinie in unerwartet guten 1:25:54 und verbesserte damit ihre Bestzeit um 7 Minuten. Etwas später wurde aus dem sicher geglaubten dritten Platz im Feld leider der undankbare Platz 4. Eine Profiläuferin aus Kenia, die für den Marathon gemeldet war, beendete ihr Rennen nach der ersten Runde und wurde so zur Siegerin der über 1000 Frauen auf der Halbmarathonstrecke. Der Ärger war jedoch bald verflogen, standen doch eine super Zeit und der AK-Sieg auf der Urkunde.

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